Firmenphilosophie

Fair - Ökologisch - Nachhaltig

So ökologisch das Fahrradfahren selbst ist, so wenig grün, fair und nachhaltig sind die Herstellung und der Vertrieb von Fahrrädern, sowie von Teilen und oft auch Zubehör (Und nein, “Bambusräder” sind NICHT ökologisch!). Wir sind diesbezüglich stets auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten - sei es ein kürzerer Transportweg, weniger Verpackung, ein umweltfreundlicheres Material oder zur Abwechslung mal eine nach Tarif bezahlte Arbeitskraft in der Fertigung. Wir sind dran!

Ausbeutung ist scheiße.
Ja, wir finden, Räder sollten so lange wie irgend möglich benutzt werden - jedoch nur dann, wenn der nötige Aufwand, sie nachhaltig funktionsfähig und sicher zu machen, nicht einen absurd hohen Preis für Dich als Käufer_in zur Folge hat, oder wir uns für einen niedrigeren Preis selbst ausbeuten müssen. Deswegen findest Du bei uns selten etwas gebrauchtes unter zwei-, dreihundert Euro. Wenn wir etwas dringendes zu transportieren haben, dann setzen wir auf die Kuriere vom “Fahrwerk”, dem einzigen berliner Kurierkollektiv, welches es mittlerweile sogar geschafft hat, in einer absoluten Ausbeuterbranche für alle Mitglieder Mindestlohnniveau zu erreichen.

Wir optimieren unser Abfallmanagement.
In der Werkstatt arbeiten wir möglichst mit Ölen und Fetten die biologisch abbaubar, und teilweise sogar trinkbar sind - Prost! Wir trennen unseren Abfall vollständig und nerven unsere Großhändler regelmäßig, weniger Verpackungen bei der Lieferung zu nutzen. Was bei uns Schrott ist, ist wirklich nicht mehr am Rad nutzbar und geht in die Wiederverwertung oder an Menschen, die damit basteln möchten. Bereifung ist giftig! Wir lassen diese für 1€/ Stk. auf Firmenkosten als Sondermüll entsorgen. Schläuche werden zum Recycling beim Hersteller zurückgeschickt.

Wo es möglich ist, setzen wir auf Nachhaltigkeit.
Die Energie für das Geschäft in Form von Strom und Gas beziehen wir von Lichtblick. Deine Rechnung wird auf Umweltpapier gedruckt. Unser Firmenkonto ist bei der transparent agierenden, sozial-ökologischen GLS Gemeinschaftsbank gut aufgehoben.

Selbstverständnis

Wir können, was wir tun.
Und tun, was wir können - dennoch ist es uns niemals genug. Dein Rad ist in den Händen von Fachkräften oder Auszubildenden unter Anleitung solcher. Wir bilden uns weiter und sind stets auf der Suche nach besseren Produkten für Dich.

Wer zu uns kommt, sucht Rat und Kompetenz.
Wer bei CHICHI ankommt, wird als Individuum betrachtet, und nicht nach Verkaufsstrategie oder Muster beraten. Wir möchten Dir nur solche Produkte verkaufen, die wirklich Deinen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht werden, und einen langfristigen Mehrwert beim Fahrradfahren versprechen. Unumgänglich ist hierbei, eine Idee von Deinen Nutzungsgewohnheiten zu bekommen. Unser Schwerpunkt liegt dementsprechend auf einer fundierten Beratung, die nicht mit der Stoppuhr gemessen wird.

Transparenz wird gern inflationär beworben, ist jedoch selten wirklich erfahrbar. Wir ändern das. Schon bei der Reparaturannahme teilen wir Dir mit, wie sich die anfallenden Kosten zusammensetzen und was unsere Arbeitszeit wert ist. Während einer Reparatur kann immer noch etwas passieren, sei es eine durchdrehende Schraube, eines der vielen Sondermaße bei allen möglichen Komonenten, oder sich erst währenddessen offenbarender Verschleiß. Dann müssen die Kosten neu kalkuliert werden. Überschreitet der Mehraufwand die +/- 20% -Regelung bei Kostenvoranschlägen, bekommst Du einen Anruf. Wir besprechen dann die anfallenden Zusatzkosten, sowie Teileoptionen und bieten wenn möglich unterschiedliche Lösungen an.

Fahrraddiebe sind fies.
Auch fies ist es, ein geklautes Fahrrad unwissentlich gekauft zu haben. Wir lassen alle Rahmennummern gebrauchter Räder polizeilich prüfen, bevor wir sie Dir anbieten. Das tun im Übrigen nur 60 (!) Gebrauchtradhändler in ganz Berlin, also Augen auf!

Das Ziel all unseren Wirkens ist letztendlich, den Zustand Deines Fahrrades funktionell auf einem hohen Niveau zu halten. Dabei spielen der richtige Umgang mit Verschleiß, sowie gewissenhafte, fehlerfreie und präventive Montagearbeit eine wichtige Rolle. Erfahrungsgemäß lassen sich durch regelmäßige Inspektionen (Wir empfehlen alle halbe Jahre) die bösesten und teuersten Überraschungen abwenden. Verschleiß kann gut überwacht und zur richtigen Zeit beseitigt werden. Du weißt dann zu jeder Zeit, wie es um Dein Rad steht und was es als nächstes brauchen wird, um Dich noch lange überall hin zu tragen. Das Vermeiden von Folgeschäden durch zu spät erfolgte Reparaturen und Pflege entspricht unserem Nachhaltigkeitsprinzip und bewahrt Dich außerdem vor Unfällen. Darüber hinaus bekommst Du wertvolle Tipps zur Pflege und zum richtigen Handling Deines Fahrrades.

Und sonst?

Wir sind dem Kiez treu.
Uns interessieren keine reichen Leute, die unsere Nachbarn aus ihren Wohnungen klagen, und dann ein Schindelhauer bei uns kaufen wollen.
Wenn es uns möglich ist, unterstützen wir wechselnde interessante Projekte - manchmal mit Sachspenden oder gegen kleines Geld.

Wir sind für eine andere Verkehrspolitik.
Mitglied im Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln zu sein, ist Ehrensache. Wenn wir es zeitlich einrichten können, findest Du uns bei der Critical Mass. Wir vertreten die Auffassung, daß der Stadtverkehr neu überdacht und radikal geändert werden sollte. Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist gut und selbst weite Wege mit dem Rad eigentlich kein Problem. Mit ständig wachsender Bevölkerungsdichte sollten Fehlinvestitionen wie private PKWs im Innenstadtbereich einem gesünderen, sozialeren und sichereren Fahrradverkehr restlos weichen.
Wir pflegen eine Diskussionskultur, wenn Dich dieses oder andere Themen nicht kalt lassen, oder Du etwas tun willst, lass uns uns gegenseitig bereichern.

Wir entscheiden nicht, wer oder was Du bist.
Auch nicht, wenn Du ein Versicherungsformular bei uns ausfüllst. Darum kümmern wir uns. Wir bemühen uns aktiv um einen möglichst „safen space“, sind aber nicht Deine Mutti.